Träum Weiter | Blogparaden Teilnehmerin #3

Katinka schreibt, natürlich auch als Teilnehmerin meiner Blogparade auf ihrem Blog Träum Weiter über Selbstliebe. Sie schreibt darüber, was es für sie bedeutet sich selbst, trotz Unsicherheiten und Zweifel zu lieben, auch was es alles umfasst. Ich kann ihre Ansichten zu dem Thema wirklich nur unterstützen, denn Selbstbewusstsein wird heutzutage sehr leicht mit Arroganz verwechselt, was sie in ihrem Beitrag aber ausschließt. Vor allem, weil sie nicht nur darüber schreibt, wie man mit sich selbst umgehen sollte, sondern auch mit anderen. Ihr solltet echt mal bei ihr vorbei schauen, denn durch ihren Schreibstil, kann man sich sehr gut mit ihren Texten identifizieren und sie reißen einen mit. Aber macht euch am besten selbst ein Bild davon: 

Von Selbstliebe, Zweifeln und Schönheit 

Vorsicht an alle: Heute wird es philosophisch. Nur, damit ihr mir nicht vorwerft, ich hätte euch nicht gewarnt. Dann können wir ja jetzt anfangen.

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Selbstliebe ist ein Thema, das vor allem viele junge Menschen heute beschäftigt. Wundert mich ehrlich gesagt gar nicht. Wer erwachsen wird, orientiert sich stark an den Idealen seiner Gesellschaft, um in dieser einen eigenen Platz zu finden. Oft folgt Unzufriedenheit, weil wir denken nicht klug, schlank, schön und interessant genug zu sein. Jugendliche sind sehr kritisch gegenüber sich selbst. Was erst einmal nichts Schlechtes ist, schließlich bedeutet kritisch sein Dinge zu hinterfragen, sich Fehler einzugestehen und aus ihnen zu lernen. Angebrachte Kritik führt in vielen Fällen zu Fortschritt.

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Wir selbst sind unsere größten Kritiker. Sicher fällt es nicht nur mir schwer, den eigenen Anforderungen zu genügen. Und als ob das nicht anstrengend genug wäre, will ich auch die Erwartungen meiner Eltern und Freunde nicht enttäuschen. Ich beginne, an mir zu zweifeln. Schaffe ich mein Studium? Bin ich hübsch genug? Warum hatte ich noch nie eine richtige Beziehung? Benehme ich mich unseren Idealen entsprechend oder bin ich zu albern, ernst, verrückt? Zweifel treiben mich in den Wahnsinn. Sie gaukeln mir vor, nicht dazuzugehören. Ein schlechter Mensch zu sein. Selbstliebe nicht verdient zu haben. Die gute Nachricht ist: Wir können Zweifel verjagen, indem wir gute Erfahrungen machen. Erfolg haben und Ziele erreichen. Uns selbst sagen: „Das habe ich (vielleicht sogar ganz allein) geschafft. Nicht obwohl ich so bin wie ich bin, sondern gerade weil ich so bin ich wie bin“.

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An sich zu zweifeln und unsicher zu sein bedeutet nicht, sich selbst nicht zu lieben. Denn dann gäbe es keinen Menschen auf dieser Welt, der Selbstliebe je erfahren hat. Soweit meine Überlegungen. Aber was ist Selbstliebe überhaupt? Je länger ich darüber nachdenke, desto schwerer fällt es mir, zu antworten. Kann ein Mensch sich nur selbst lieben, wenn er sich so annimmt, wie er ist? Aber sich trotz allem kritisch gegenüberzustehen, und seine eigene Meinung zu hinterfragen, anderen zuzuhören und sie zu verstehen, auch das gehört für mich zur Selbstliebe. Sich selbst zu lieben hat etwas mit Liebe gegenüber anderen zu tun. Wenn wir unseren Mitmenschen Erfolge gönnen und uns mit ihnen freuen, anstatt destruktiv neidisch zu sein, uns nicht ständig miteinander vergleichen würden, fiele es uns doch viel leichter, zufrieden zu sein. Mit unserer Karriere, unserem Körper, unserem Besitz.

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Selbstliebe heißt für mich, dass ein Mensch sich so annimmt, wie er ist und sich trotzdem kritisch gegenübersteht, sich nicht grundlegend durch Ideale verunsichern lässt, seine eigene Meinung tatsächlich vertritt und sie gleichzeitig immer wieder hinterfragt. Ein Mensch, der sich in seiner Haut wohlfühlt, der manchmal zweifelt aber immer wieder zu sich zurückfindet, der weiß, was Zufriedenheit bedeutet, liebt sich selbst.

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„Für mich hat Selbstliebe viel mit nackter Haut und Selbstdarstellung zu tun. Denn jemand der sich selbst leiden kann, zeigt viel mehr von sich, als jemand der sich nicht leiden kann. Jemand der sich selbst negativ betrachtet, verhüllt und versteckt sich eher, vor allem vor den Blicken anderer. Also muss nackte Haut doch etwas Gutes sein. Es zeigt, dass man mit sich selbst so weit im Reinen ist, dass man sich etwas traut. Man strahlt einfach Selbstbewusstsein aus und wirkt auf seine Mitmenschen komplett anders“, schreibt Laura in ihrem Beitrag. Selbstbewusst zu sein ist in unserer Gesellschaft gar nicht so einfach, finde ich. Unser Aussehen spielt eben wirklich eine sehr große Rolle. In Modezeitschriften finden wir Anleitungen, wie sich „Makel“ besonders schnell und effektiv verdecken lassen; für manche ist es unangenehm, sich ungeschminkt zu zeigen. Wir haben uns an die retouchierten Gesichter auf den Plakatwänden gewöhnt, empfinden uns ohne Make Up als zu blass und unscheinbar. So ein Quatsch. Wer sich selbst liebt, findet sich auch ohne Make Up, nackt im Gesicht, wenn man so will, schön. Traut euch mal, selbstbewusst zu sein.

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