Nackte Körper haben nicht immer etwas mit Sex zu tun! | meine Blogparade


Heute möchte ich mit euch über ein sehr wichtiges Thema sprechen. Es geht nämlich um die Liebe zu sich selbst, aber leider auch um Selbsthass.  Ich habe mit vielen Leuten gesprochen und mir ist aufgefallen, dass sich immer weniger – vor allem junge-  Leute  selbst gut leiden können. Was mich sehr traurig gemacht hat, denn es ist so wichtig sich selbst zu lieben. Beziehungsweise sich wenigstens zu akzeptieren, wie man ist und sich in einem guten Licht zu sehen. Ich habe oft bei Beziehungen bemerkt –nicht nur bei meinen, auch bei anderen-,  dass es sehr schwer ist jemanden zu lieben, der sich selbst nicht liebt. Die Liebe die man seinem Partner gibt, kann oft die fehlende Liebe, die dieser zu sich selbst hat, nicht ersetzten. Dies gilt - meiner Meinung nach - für Beziehungen aller Art.
Nackte Körper haben nicht immer etwas mit Sex zu tun und sind auch nicht schlecht. Vor allem weil Sex auch nichts Schlechtes ist. Für mich hat Selbstliebe viel mit nackter Haut und Selbstdarstellung zu tun. Denn jemand der sich selbst leiden kann, zeigt viel mehr von sich, als jemand der sich nicht leiden kann. Jemand der sich selbst negativ betrachtet, verhüllt und versteckt sich eher, vor allem vor den Blicken anderer. Also muss nackte Haut doch etwas Gutes sein. Es zeigt, dass man mich sich selbst so weit im Reinen ist, dass man sich etwas traut. Man strahlt einfach Selbstbewusstsein aus und wirkt auf seine Mitmenschen komplett anders. Natürlich bedeutet das nicht, dass man in der Öffentlichkeit nackt herumläuft, niemand würde das tun. Nacktsein ist etwas sehr intimes und findet in der Regel nur zwischen zwei Personen statt. Doch jemand, der sich nicht für schön hält, dem fällt es auch schwerer sich vor anderen zu entblößen. 

Heutzutage werden immer mehr Leute durch die Gesellschaft schlecht gemacht, gerade wenn man nicht dem perfekten Schönheitsideal entspricht. Es wird einem immer nur gezeigt, wie man auszusehen hat, um schön zu sein. Was besser an einem sein könnte und wie man sich soweit verändern kann, dass man einem Ideal entspricht. Immer häufiger greifen Leute schon in jungen Jahren auf Schönheitsoperationen zurück. Die Gesellschaft verändert sich immer mehr ins Negative. Kinder fangen schon weitaus früher damit an sich zu schminken und sehen gar nicht mehr aus, wie Kinder. Es wird einem schon in jungen Jahren gezeigt, dass man nicht von sich aus schön ist, sondern nur, dann, wenn man dem Trend folgt. Wer anders aussieht, ist automatisch ein Außenseiter und wird oftmals sogar schlecht gemacht. Immer mehr Leute hungern, um den Schönheitsideal zu entsprechen. Der Fitnesswahn beherrscht das Internet. Irgendwas läuft hier doch falsch. Denn fast niemand hat den perfekten Körper und genau deswegen leiden so viele an Komplexen. Niemand wird jemals vollkommen zufrieden mit sich sein, es gibt immer etwas, was noch perfekter sein könnte.  Selbst wenn man sich duzenden Schönheitsops unterzieht, findet man immer etwas, was einem nicht hundertprozentig zusagt.

Das Ganze wird immer schlimmer und man wird immer nur gelehrt, dass man perfekt sein muss, um schön zu sein. Oder das man schön sein muss um perfekt zu sein. Die ganze Industrie fixiert einen auf das Äußere und will damit Geld verdienen.  Das man sich so lieben kann und so schön ist, wie man eben ist, wird vollkommen in den Hintergrund gestellt. Individualität gibt es kaum noch, da alle gleich aussehen möchten. Aber wenn alle gleich aussehen, dann ist doch niemand mehr besonders. Ich finde es zum Beispiel viel schöner, wenn man sich von der Masse abhebt. Dadurch wirkt man in meinen Augen auch sofort interessanter.
Denn was ist denn überhaupt Schönheit? Es ist doch nur ein Wort, für das jeder eine andere Definition hat. Manche finden vielleicht genau das was du an dir selbst überhaupt nicht leiden kannst schön. Andersherum können Leute Dinge, die du an dir oder anderen schön findest, überhaupt nicht leiden.
                                                                              
Man sollte sich über das Schönheitsideal hinweg setzten, es sollte einfach nicht so wichtig sein. Diese Erkenntnis zu erlangen ist gar nicht so leicht. Denn, alles wird nur aufs Äußere reduziert. Die Gesellschaft vergisst irgendwie, dass man durch Charakter schön sein kann. Und das sogar noch wichtiger ist. Egal wie schön jemand ist, wenn er einen schlechten Charakter hat, ist er in meinen Augen einfach kein schöner und vor allem kein beneidenswerter Mensch.

Es ist auch wahnsinnig interessant, dass verschiedene Kulturen, verschiedene Schönheitsideale haben. Wobei sich das Ideal stark von unterscheiden kann. Oft sind der Körperbau, die Haarfarbe, der Teint komplett unterschiedlich. Es ist auch interessant zu sehen, dass manche Nationen eher auf natürliche Frauen stehen wohingegen bei anderen genau das Gegenteil der Fall ist. Ich habe euch hier einen Link herrausgesucht, bei dem ihr den Vergleich sehen könnt, denn ein Model wurde den verschiedenen Schönheitsidealen des jeweiligen Landes angepasst. Hierbei geht es aber leider nur um die Idealbilder der Frauen. Frauen sind hierfür wahrscheinlich einfach stärker anfällig, sie werden einfach mehr ‚beäugt‘ als Männer. Und leider sind Frauen selbst die schärfsten Kritiker. Männer nutzen Schönheit von Frauen anders. Z.B. soll oft die schöne Frau an seiner Seite sein Image aufwerten. Oder Angela Merkel wird für ihr Aussehen kritisiert (was er bei männlichen Politikern nicht machen würde), um dies als Vehikel für die Tatsache zu nehmen, dass eine Frau mächtiger werden kann, als ein Mann. Es gibt so viele Facetten.

So oder so ist in meinen Augen die Liebe zu sich selbst etwas wahnsinnig Wichtiges. Es muss auch keine perfekte und vollkommene Liebe sein, die man zu sich selbst hat, aber eine gesunde. Man sollte sich so sehr leiden können, dass man gut zu sich ist und weiß, dass man es verdient hat gut behandelt zu werden. So eine Liebe, dass man sich um seiner selbst willen von Leuten trennen kann, die schlecht zu einem sind. Man sollte seinen Wert kennen und sich nicht unter ihm „verkaufen“. Man sollte einfach gut zu sich selbst sein und auf sich selbst achten. Aber natürlich ohne dadurch arrogant zu werden und sich für etwas Besseres zu halten.  Ich finde einfach ein richtiges und gesundes Selbstbild ist wahnsinnig wichtig. Deswegen solltet ihr aber nicht andere schlecht behandeln oder dergleichen. Was für euch gilt sollte natürlich auch für andere gelten.

Ich persönlich finde, dass jemand, der etwas an sich nicht leiden kann und durch eine neue Haarfahrbe oder sogar ein Operation, dass gerne ändern kann. Wenn man selbst sich dadurch besser fühlt, ist es egal ob andere einen dann für unecht halten. Es ist einfach wichtig, dass du dich in deinem Körper wohl fühlst, denn du musst mit dir selbst am meisten Zeit verbringen.
Das alles hier ist aber nur meine Meinung, welche für euch keines Falls richtig sein muss. Ich wollte euch nur dazu anregen euch mit diesem Thema ein bisschen mehr auseinander zusetzten und vielleicht zur ‚Selbsterkenntnis‘ zu erlangen.

Blogparade „Selbstliebe gegen Selbsthass“

Du hast meinen Beitrag zu dem Thema „Selbstliebe gegen Selbsthass“ gelesen und hast dem noch etwas hinzuzufügen? Oder du möchtest deine Meinung und Erfahrungen zu dem Thema mit der Welt teilen? Du hast Tipps, die dazu beitragen, dass man mit sich selbst ins Reine kommt? Und du hast einen Blog?
Da ich dieses Thema so wichtig finde, wollte ich eine Blogparade dazu starten. Wie du mitmachen kannst und was du beachten musst:

  • Ihr solltet einfach nur einen Blogbeitrag über das Thema „Selbstliebe gegen Selbsthass“ auf dem eigenen Blog verfassen.
  • Dabei einfach mit einem Link auf diesen Beitrag verweisen.
  • Sagt mir bitte per Mail oder Kommentar Bescheid, dass ihr bei der Blogparade mitgemacht habt, sonst geht das vielleicht unter.
  • Ich sammle eure Beiträge. Nach Ablauf der Blogparade, die bis zum 01. Dezember geht, werde ich alle Teilnehmer mit Links in einem extra Post verlinken und meine drei Liebsten Beiträge in jeweils einem extra Post verlinken. 
  - die wunderschönen Bilder hat Elisabeth Mochner für mich geknipst. Mehr Arbeiten von ihr  auf FB und auf ihrer Webseite

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CONVERSATION

4 Kommentare :

  1. Richtig schöner Beitrag :)! Freut mich, dass du dich 'emanzipiert' hast vom Mainstream Schönheitsideal, bzw. das auch kritisch hinterfragen kannst. Denkst du, dass trotz unserer Vernunft vieles aus der Werbung unser Unterbewusstsein so beeinflusst, dass wir gar nicht mehr merken ob wir nun das Mainstreambild schön finden?

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    1. Vielen Dank, für das liebe Kommentar. Das beudetet mir wirklich viel. <3
      Ich finde, dass das immer auf die Person ankommt. Leider lässt sich aber die Gesellschaft sehr von den Medien beeinflussen, dass es schwer ist, da wieder raus zu kommen. Zumindest hab ich manchmal selbst das Gefühl, dass es mir so geht.

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  2. Ein großartiger Beitrag, ich hatte auch etwas ähnliches zu dem Thema am Freitag geschrieben: http://www.andysparkles.de/2016/09/freitagspost-schluss-mit-bodyshaming.html

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    1. Vielen Dank. :)
      Ich finde es sollten mehr Blogger über solche Themen berichten!

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