Zwischen Kunst und Schönheit

Ich war gestern in einer Kunstausstellung und habe mich vollkommen gefühlt. Zwischen den ganzen Kunstwerken wurde ich auch zu Kunst, auf meine eigene unperfekte perfekte Weise. Ich habe erkannt, dass in allem und jedem Kunst steckt, es kommt nur drauf an, mit welchen Augen es betrachtet wird. Vor manchen Werken stand ich sehr lange, weil sie mich faszinieren, andere gehen schnell vorbei und würdigen es keines Blickes, bleiben aber dort stehen, wo ich vorbeigehe. Ich sehe Dinge an und finde sie schön, aber andere Dinge nicht. Und so ist es doch nicht nur mit Dingen. Eigenschaften, die ich an mir hasse, faszinieren jemanden, vielleicht liebt er sie sogar. Ich muss nur meinen Blickwinkel ändern und versuchen, mich mit anderen Auen zu sehen. Denn, wenn ich mich sehen würde und nicht ich wäre, würde ich mich dann vielleicht besser leiden können? Schönheit und Vollkommenheit liegen im Auge den Betrachters.


Ich hab gelernt, dass ich schön sein kann und es auch sein möchte. Aber ich möchte schön sein durch mein Wort, mein Lachen, Dinge, die mich ausmachen. Ich möchte etwas in Leuten bewegen, sie zum Nachdenken anregen und vielleicht sogar ihre Sichtweise ändern. Vielleicht sollte dass das Ziel der Gesellschaft sein, schön durch Charakter zu sein. Dann wäre diese Welt vielleicht vollkommener und die Menschen nicht so kaputt. Es ist eine Kunst, einen tollen Charakter zu haben. Nur das sollte zählen.

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